Archive for November, 2009

Kegelrobbe auf Föhr

Sonntag, November 29th, 2009

20091128-DSC_9675

Eine unbequeme Kinderstube hatte sich diese Kegelrobbe ausgesucht. Sie brachte ihr Junges auf einem Steinwall am Dunsumer Deich zur Welt.

20091128-DSC_9635

Kurz nachgeschaut, ob alles in Ordnung ist. Das Junge schlief zwischen den Steinen. Die Mutter kümmerte sich um ihr Kind, sie robbte mit ihren 2-3 Zentnern Gewicht geschickt über die Steine, um es zu versorgen.

20091128-DSC_9698

Jetzt wurde es aber Zeit, sich wieder zurückzuziehen, denn es ist besser, die Tiere nicht zu stören.

20091128-DSC_9711

Ein paar Bilder mit langer Brennweite musste ich natürlich noch machen von diesem nicht alltäglichen Ereignis. Für mich ist das „Robbi vom Steinwall“.

Wohnung gesucht!

Donnerstag, November 12th, 2009

Immer mehr Fledermäuse verlieren ihren  Unterschlupf für den Winterschlaf. Bei jeder Renovierung wird auf Winddichtigkeit geachtet. Da besteht kaum eine Möglichkeit des Eindringens. Bestimmt könnte man Ersatzquartiere aufhängen oder eine kleine Öffnung bestehen lassen. Es wäre sehr schade, wenn sie irgendwann aussterben.

20091112-DSC_9155

20091112-DSC_9142

Dieser Kleine Abendsegler wurde in Nieblum aufgefunden. Für ihn wird dringend eine Überwintermöglichkeit gesucht. Fledermäuse gehören zu den fliegenden Säugetieren, ich zähle sie deshalb  nicht zu meinen Vögeln in „Vögel auf Föhr“.

Nachtrag:  Aufgrund der momentan milden Temperaturen und der sehr guten Verfassung des Tieres, konnte es auf Anraten eines Experten noch am selben Abend freigelassen werden.

Die Insel Föhr im Kosmos Naturführer

Montag, November 9th, 2009

Der Kosmos Naturführer:  „Vögel beobachten in Norddeutschland“ ist ein tolles Buch.  Es ist sehr gut aufgemacht und hilft jedem Naturfreund, sich zurechtzufinden und sehenswerte Plätze aufzusuchen.

20091109-DSCF3260

Wenn sie allerdings nach Föhr fahren, dann können Sie das Buch zu Hause lassen! Ich wollte es nicht glauben, aber unter Föhr findet man nichts, außer: >WDR, Wyk-Föhr<.  Was ist denn da passiert?  Gerade auf der „Grünen Insel Föhr“ gibt es Natur im Überfluss!

20091109-DSCF3262

Stimmt, es gibt kaum einen Hinweis auf sehenswerte Stellen, an denen eine naturverträgliche Beobachtung möglich ist. Schaut man sich die Nachbarn der Insel an:  Sylt, Amrum, Helgoland, Hooge und die ganzen Köge auf dem Festland: ein Eldorado für Naturfreunde und Birder.  Die Insel Föhr dagegen eine Wüste?  Oder ist es ein Geheimtipp, aber für wen?

20091109-DSCF3264

Die Karte zeigt es,  Föhr ist unbefleckt. Trotzdem nach Föhr fahrende Natur-Urlauber müssen sich also auf eigene Faust aufmachen, um die Insel zu entdecken. Leider geht das oft nicht ganz „naturverträglich“ ab.

Mensch und Natur

Donnerstag, November 5th, 2009

Die meisten Menschen, denke ich,  können sich an der Natur erfreuen.  Aber wie ist es umgekehrt?  Wieviel Mensch verträgt die Natur?  Ich möchte zwei Beispiele zeigen. Beginnen wir mit dem guten, Fall 1:

20091105-DSC_8454

Da gehen zwei Menschen am Strand, hier in Richtung Godelmündung, dem Rastplatz vieler Seevögel bei Hochwasser. Das Paar sieht die Vögel, macht ein Foto und…

20091105-DSC_8455

…geht zurück, ohne dass ein Vogel auffliegt. Danke, das war vorbildlich!

Jetzt Fall 2:  Eine Person marschiert den selben Weg und sieht die Vögel nicht. Ist die Fluchtdistanz erreicht, fliegen die ersten auf.

20091102-DSC_7959

Jetzt spätestens müsste man etwas sehen, ja sogar hören…!

20091102-DSC_7976

Aber nein, wer bin ich denn? Meinetwegen fliegen also Tausend Vögel, die hier ruhen wollen, auf. Eine tolle Attraktion, was einem hier alles geboten wird!

20091102-DSC_7991

Geschafft! Alle Vögel sind weg! Aber was ist das? Da ist ja ein Fluss und voll Wasser bei Flut! Also umdrehen und der ganze Zirkus beginnt von vorn. Die Vögel haben sich nach einigen Flugrunden zur Rast in den Heimweg gesetzt.  Das Dilemma müsste eigentlich mal behoben werden. Wie wäre es, auf beiden Seiten mit einer Beobachtungshütte und einem Schild: „Bis hierher und nicht weiter!“
Die Menschen könnten sich im Schutz an der Natur erfreuen und die Vögel hätten ihre nötige Erholung.

Alle Jahre wieder…

Sonntag, November 1st, 2009

Alle Jahre wieder, nahezu punktgenau um den 20. Oktober kommen sie bei uns an:  Berghänflinge, Schneeammern, Ohrenlerchen. Dann ist für den Fotografen Hochsaison. Für die Gäste ist die Saison vorbei. Das ist gut so, denn dabei bin ich lieber allein mit „meinen“ Vögeln.

20091025-DSC_6827

Gut ist auch, dass die Sonne erst um 7:30 Uhr aufgeht, denn dann muss ich nicht zu einer unchristlichen Zeit aufstehen. Es ist nicht so einfach, den Vögeln nahe zu kommen. Man muss warten bis eine Gruppe einfliegt und sich am Spülsaum nach Fressbarem umsieht.

20091031-DSC_7663

Erst wenn sie aktiv fressen, kann man es wagen, einen Vogel aufs Korn zu nehmen. Warten auf den richtigen Moment, nur nicht zu früh auslösen, denn nach dem ersten Verschlussklicken kann alles vorbei sein. Die Vögel hören gut und besonders die Berghänflinge sind sehr schreckhaft.

20091027-DSC_7050

Wenn sie weggeflogen sind, fängt das Warten wieder von vorn an. Um möglichst unauffällig zu sein, muss man die richtige Kleidung tragen, auch Tarnung hilft. Eine Position, flach auf dem Boden liegend, bringt die richtige Perspektive für ein spannendes Bild. Gut, dass ich allein bin, sonst würde man an eine Übung der Bundeswehr denken.

20091027-_X7L1085

Das Gute ist, nach jedem „Schuss“ mit der Kamera bleiben die Vögel am Leben. Sollten Sie mich einmal so sehen, bitte nicht drauftreten, nicht den Notarzt rufen, sondern einfach „Spinner“ denken und weitergehen… 😉