Archive for Dezember, 2012

Die Eismöwe DU1

Samstag, Dezember 15th, 2012

Der Name der Eismöwe weist auf das nördliche Verbreitungsgebiet hin. Sie brütet entlang der nördlichsten Küsten und auf Inseln rund um den Nordpol. Sie kann auch im Winter weit im Norden ausharren. Die Eismöwe tritt nur selten im europäischen Binnenland auf. Meist ist ihr Auftreten mit strengen Wintern verbunden. Ich hoffe sie ist kein Vorbote für einen solchen.

Dies ist der erste Artikel über die Nachverfolgung beringter Vögel. Es beginnt gleich mit einer hier eher selten anzutreffenden Vogelart. Sie ist leicht größer als die hier bekannte Mantelmöwe. Da man die Ringdaten gut entziffern konnte, war eine genaue Nachverfolgung möglich.

Demnach wurde die Eismöwe DU1 in diesem Sommer, bedingt flugfähig, am 28.06. in Hamnevika, auf der Bäreninsel beringt.

Die Bäreninsel (Bjornoya) gehört zu Norwegen und liegt zwischen Nord-Norwegen und Spitzbergen. Zum Nordpol sind es 1925 km, nach Berlin 2479 km, nach Moskau 2788 km und nach New York 6270 km. Das war also eine beachtliche Strecke, die der Vogel zurückgelegt hat um auf die Insel Föhr zu kommen.


Die zurückgelegte Strecke beträgt ca. 2239 km. In Sandshamn, Sandsoya wurde sie ebenfalls gesichtet, und zwar am 16.Oktober 2012.

Bekassine Vogel des Jahres 2013

Freitag, Dezember 7th, 2012

Jetzt steht es fest, der Vogel des Jahres 2013 ist die Bekassine. Diese Art ist als Brutvogel auf unserer Insel nur äußerst selten anzutreffen. Auch ihr hat man den für sie wichtigen Lebensraum entzogen. Sie liebt feuchte Flächen (zu erkennen an Binsenbeständen) und bevorzugt moorigen Boden. Auf den wenigen renaturierten Feuchtflächen der Insel kann man sie aber immer noch in kleinen Trupps antreffen. Sie sind sehr gesellig, allerdings auch sehr ängstlich. Sicherlich kein Wunder, wenn man weiß, wie mit ihr umgegangen wird. Ich habe sehr viele Bilder gemacht, und es fällt mir schwer, ein paar wenige auszusuchen.

Mein Favorit zeigt den kleinen Vogel in einer Droh-Abwehrstellung. Dabei knickt sie bei Gefahr die Beine ein, presst sich flach an den Boden und formt den Schwanz zu einem runden Fächer.

Eine weitere Eigenart der Bekassine: Sie kann den Schnabel unter der Erde wie eine Pinzette zum Greifen von Essbarem benutzen.

Auch wenn dieser schöne Vogel bei uns zu den bedrohten Arten zählt, ist die Art weltweit nicht gefährdet. Es gibt halt noch Gegenden, in denen sie nicht verfolgt und bejagt werden. Dort ist erfahrungsgemäß der Fluchtabstand viel geringer als auf unserer kleinen Insel.