Tierquälerei in Kauf genommen

Eine grausame Idee der Vergrämung von Gänsen hat ein Pächter von Landesflächen am Midlumer Innendeich ausgeführt. Er spannte in ca. 1 mtr. Höhe dünne Stahldrähte über die „Landebahn“ der (überwiegend) Nonnengänse.
Kaum vorstellbar, was da passieren kann. Jeder kennt sicher das Prinzip des Käseschneiders mit einem gespannten Stahldraht. Kann man so etwas in Kauf nehmen, wenn man täglich mit Tieren (Schafen) zu tun hat? In unmittelbarer Nähe dieser Anlage schießen Gaskanonen laufend ihre Serien ab. Wie weit geht der Hass einiger weniger Menschen auf unsere Vogelwelt noch?
Sicher gibt es mit den Gänsen ein Problem auf der Insel. Mord jedoch ist keine Lösung. Die Vergrämung durch Gaskanonen schadet leider den Vögeln, die keinerlei Schäden anrichten, viel mehr als den verhassten Gänsen. Eine Säbelschnäblerkolonie und viele Limikolenarten wurden bereits in die Flucht geschlagen. Auch die Löffler aus dem Vorland (Nationalpark) trauen sich kaum noch auf die Feuchtflächen der Insel.

Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass das Ziel solchen Treibens eine möglichst vogelfreie Insel Föhr ist. Dabei ist gerade die Artenvielfalt ein Indiz für eine intakte Natur.

Das Bild täuscht, der Draht ist sehr dünn. Insgesamt wurden 5 Drähte gezogen.

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2 Responses to “Tierquälerei in Kauf genommen”

  1. peter sagt:

    Am besten die Drähte durchschneiden und die Person anzeigen. Sie handelt eklatant gegen das Tierschutzgesetz. Man kann nur hoffen, dass diese dummen Menschen, die absichtlich Tiere verletzen wollen, bald aussterben!!

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