„Arme Vögel“ auf Föhr

Jetzt geht es also wieder los. Oder besser gesagt, jetzt werden sie wieder losgelassen. Ich weiß nicht recht, wie ich diese Sorte Mensch nennen soll, aber „Waidmänner“ sind das ja wohl nicht, die so etwas zu verantworten haben.

Eventuell sogar mit irgendwelchen Rechten zum Schutze vor Ertragseinbußen in der Landwirtschaft ausgestattet wird munter drauflosgeschossen. Und das Schlimmste ist: die angeschossenen Vögel verenden elendig wenn sie nicht gefunden werden. Wäre es da nicht „menschlich“ ja sogar eine Verpflichtung sich darum zu kümmern?

Beim Entwickeln der Bilder wurde mir fast übel. Wozu „Menschen“ doch imstande sind ist kaum zu glauben. Ein verantwortungsvoller „Tierfreund“ war das nicht, aber ein Jagdpächter mit Jagdschein wird er wohl sein. Ein schlechtes Beispiel für alle anderen Jäger, die es wirklich ernst meinen mit der Hege und Pflege unserer Tiere auf der kleinen Insel Föhr. Ich bin von Seiten der Föhrer Jägerschaft angesprochen worden und möchte hier noch einmal ausdrücklich betonen daß es sich um eine unrühmliche Ausnahme handelt, die aber meines Erachtens nur innerhalb der Jägerschaft abgestellt werden kann (muß!!!) Hoffentlich bestätigt sich mein Optimismus in dieser Angelegenheit für die Zukunft.

Zugegeben, es gibt auch andere Gefahrenquellen für die Vögel auf der Insel. Aber wenn tags zuvor Nachtjagd ausgeübt wurde, und der flugunfähige Vogel weit entfernt von der nächsten Windkraftanlage gefunden wurde, dann liegt die Vermutung sehr nahe……… aber es bleibt eben eine Vermutung, auch Stacheldraht kommt als Gefahrenquelle für Vögel in Betracht.

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3 Responses to “„Arme Vögel“ auf Föhr”

  1. Es ist wirklich schlimm, dass es Menschen gibt, die diesen wunderschönen und so unendlich wertvollen Tieren so etwas antun können. Und ich finde es absolut beschämend, dass die Landesregierungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein dies fördern durch Jagderlaubnis.

    Heute morgen habe ich an die 50 Graugänse und Nonnengänse gesehen, die in Langenhorn nur 100 Meter entfernt von den Häusern der Dorfstrasse Rast machten auf einer abgeernteten Maisfläche. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass der landwirtschaftliche Schaden durch diese Tiere übermäßig groß ist.

    http://niedersachsen.nabu.de/tiereundpflanzen/vogelschutz/gaense/07302.html

    http://schleswig-holstein.nabu.de/themen/jagd/landesjagdzeitenverordnungundartenschutz/13913.html

  2. Stechmann,Dirk,Tierarzt sagt:

    Es ist sehr bedauerlich, dass Tiere bei der Jagd nicht immer tötlich getroffen werden.
    Kein verantwortungsbewusster Jäger würde absichtlich ein Tier krankschiessen und dann sich selbst überlassen.Die Jäger sind bemüht,die Qualen von Tieren zu vermeiden
    (z.B. nach beim Einsatz nach Verkehrsunfällen).Bedauerlicherweise werden dennoch Tiere angeschossen und nicht gefunden.
    Bevor man solche Bilder wie das vom Knut als Jagdfrefel veröffentlicht, sollte man aber
    nicht vergessen,dass Windkraftanlagen und Stromleitungen viel öfter zu solchen Un-
    fallverletzungen führen als Schüsse.Ein Röntgenbild wäre sicherlich hilfreich gewesen,
    wenn man denn schon die Jäger für alles an den Pranger stellen will.Einfacher könnten
    ihre Mutmaßungen nicht bewiesen werden.

    • Peter Hering sagt:

      Hallo Herr Stechmann
      Danke für Ihren Beitrag.
      Ich zeige solche Bilder wirklich nicht gern. Sie haben Recht dass es ähnliches auch durch Verkehrsunfälle etc. gibt. Die gezeigten Bilder wurden jedoch am Tage nach einer „Nachtjagd“ gemacht. Da passiert es dann leider immer wieder dass die „falschen Vögel“ erwischt an oder abgeschossen werden. Klar dass die Opfer in der Dunkelheit dann nicht gefunden werden, aber kann man sie überhaupt erkennen (ansprechen)?
      Es ist, wie überall, auch bei uns nur eine Minderheit der Jäger die so etwas macht. Leider wird da leicht pauschal geurteilt, sehr zum Nachteil der Waidmänner die sich ernsthaft für die Natur einsetzen.
      Gruß von der Insel, Peter Hering

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