Posts Tagged ‘Insel Föhr’

18.Geburtstag eines Säbelschnäblers

Sonntag, Mai 31st, 2015

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In diesem Jahr wird der beringte Säbelschnäbler 18 Jahre alt.
Hier ein paar kurze Daten seines Lebenslaufes:
25.6.1997 als Jungvogel beringt im Dieksander Koog
27.1.1998 gesichtet Baie de l`Aiguitton FR
8.5.1999 gesichtet im Oldensworter Vorland
29.7.1999 gesichtet Cley next Sea Norfolk GB
10.8.2004 gesichtet Polder Brebaart Groningen NL
Seit 2008 habe ich ihn bis heute fast jedes Jahr auf Föhr gesehen.

Mit seinen 18 Jahren ist er immer noch fit.

Mit seinen 18 Jahren ist er immer noch fit.

Die Eismöwe DU1

Samstag, Dezember 15th, 2012

Der Name der Eismöwe weist auf das nördliche Verbreitungsgebiet hin. Sie brütet entlang der nördlichsten Küsten und auf Inseln rund um den Nordpol. Sie kann auch im Winter weit im Norden ausharren. Die Eismöwe tritt nur selten im europäischen Binnenland auf. Meist ist ihr Auftreten mit strengen Wintern verbunden. Ich hoffe sie ist kein Vorbote für einen solchen.

Dies ist der erste Artikel über die Nachverfolgung beringter Vögel. Es beginnt gleich mit einer hier eher selten anzutreffenden Vogelart. Sie ist leicht größer als die hier bekannte Mantelmöwe. Da man die Ringdaten gut entziffern konnte, war eine genaue Nachverfolgung möglich.

Demnach wurde die Eismöwe DU1 in diesem Sommer, bedingt flugfähig, am 28.06. in Hamnevika, auf der Bäreninsel beringt.

Die Bäreninsel (Bjornoya) gehört zu Norwegen und liegt zwischen Nord-Norwegen und Spitzbergen. Zum Nordpol sind es 1925 km, nach Berlin 2479 km, nach Moskau 2788 km und nach New York 6270 km. Das war also eine beachtliche Strecke, die der Vogel zurückgelegt hat um auf die Insel Föhr zu kommen.


Die zurückgelegte Strecke beträgt ca. 2239 km. In Sandshamn, Sandsoya wurde sie ebenfalls gesichtet, und zwar am 16.Oktober 2012.

Friesische Karibik, Insel Föhr (2)

Montag, April 30th, 2012

Es gibt Neuigkeiten bei den Hawaii- Gänsen in der Feldstrasse in Wyk.
Nachwuchs hat sich eingestellt! Also doch ein wenig „Karibik“!

Frühling 2012

Sonntag, Februar 26th, 2012

Endlich ist es so weit. Der Winter scheint an Kraft verloren zu haben. Die ersten Lerchen sind angekommen, und sehr früh auch heute einige Sandregenpfeifer.

Auch mein Freund „Rocky“ hat seinen alljährlich favorisierten Brutplatz in der Godelmündung ausgiebig inspiziert.

Winterfütterung

Samstag, Januar 28th, 2012

Jetzt ist er doch noch gekommen, der Winter auf Föhr. Gut, wenn man dann rechtzeitig eine Winterfütterung angelegt hat.

Die Vögel haben sich die Stellen gemerkt und müssen so nicht lange nach Futter suchen.

Vom geheizten Wohnzimmer aus hat man dann einen schönen Blick auf die hübschen Vögel.

Zum Schluss noch der Hinweis auf ein neues Buch, das im Gräfe und Unzer Verlag erscheint (ISBN-10: 3833828005). Die Kohlmeise auf dem Cover ist ein „Föhrvogel“.

„Arme Vögel“ auf Föhr

Sonntag, Oktober 16th, 2011

Jetzt geht es also wieder los. Oder besser gesagt, jetzt werden sie wieder losgelassen. Ich weiß nicht recht, wie ich diese Sorte Mensch nennen soll, aber „Waidmänner“ sind das ja wohl nicht, die so etwas zu verantworten haben.

Eventuell sogar mit irgendwelchen Rechten zum Schutze vor Ertragseinbußen in der Landwirtschaft ausgestattet wird munter drauflosgeschossen. Und das Schlimmste ist: die angeschossenen Vögel verenden elendig wenn sie nicht gefunden werden. Wäre es da nicht „menschlich“ ja sogar eine Verpflichtung sich darum zu kümmern?

Beim Entwickeln der Bilder wurde mir fast übel. Wozu „Menschen“ doch imstande sind ist kaum zu glauben. Ein verantwortungsvoller „Tierfreund“ war das nicht, aber ein Jagdpächter mit Jagdschein wird er wohl sein. Ein schlechtes Beispiel für alle anderen Jäger, die es wirklich ernst meinen mit der Hege und Pflege unserer Tiere auf der kleinen Insel Föhr. Ich bin von Seiten der Föhrer Jägerschaft angesprochen worden und möchte hier noch einmal ausdrücklich betonen daß es sich um eine unrühmliche Ausnahme handelt, die aber meines Erachtens nur innerhalb der Jägerschaft abgestellt werden kann (muß!!!) Hoffentlich bestätigt sich mein Optimismus in dieser Angelegenheit für die Zukunft.

Zugegeben, es gibt auch andere Gefahrenquellen für die Vögel auf der Insel. Aber wenn tags zuvor Nachtjagd ausgeübt wurde, und der flugunfähige Vogel weit entfernt von der nächsten Windkraftanlage gefunden wurde, dann liegt die Vermutung sehr nahe……… aber es bleibt eben eine Vermutung, auch Stacheldraht kommt als Gefahrenquelle für Vögel in Betracht.

Sandregenpfeifer „Rocky“

Samstag, Juli 30th, 2011

Die Geschichte von Rocky muss ich kurz erzählen. Rocky brütet jedes Jahr in der Godelniederung. Er bevorzugt immer eine besondere Stelle. Das erste Nest errichtete er Ende April. Das wurde von einem 20t Tieflader mal so eben plattgemacht. Küstenschutz hat Vorrang, das wusste Rocky natürlich nicht.

Das nächste Gelege wurde dann ca. 30 mtr. entfernt gebaut. Dort kamen 3 Junge zur Welt. Ich weiß nicht wie lange sie überlebt haben, es wimmelte rundum so von Prädatoren aus der Luft.

Das war also wieder nichts. Aber wer Rocky kennt der weiß, der gibt nicht auf. Und so sah ich heute gleich 4 Junge in seinem Nest.

Na, das war doch wohl ein schöner Tag heute in der Godelniederung. Und das Beste: Die Lachmöwenkolonie in der Nachbarschaft ist ausgeflogen und für die Rohrweihe ist das Gebiet dann auch nicht mehr so interessant!

Jetzt heißt es, schnell groß werden und den Anschluss nicht verpassen. Viel Glück!

Kampfläufer auf Föhr

Sonntag, Juli 3rd, 2011

Schon am 19.April sah ich den ersten Kampfläufer auf den Elmeere Flächen.

Das blieb nicht der einzige, es kamen immer mehr, überwiegend Männchen. Alle sahen verschieden aus. Schwarze, braune, weisse Kragen, ein Augenschmaus.

Ich fühlte mich wie auf einer Zeitreise. Vor mehr als 50 Jahren balzten und brüteten die Kampfläufer noch auf unserer Insel. Jetzt sind sie nur noch Durchreisende auf ihrem Weg zu den Brutplätzen in Nordnorwegen. Dort gibt es noch die für sie geeigneten Lebensräume. Vergeblich habe ich in diesem Jahr im Gebiet des Ringköbing-Fjordes, Dänemark, nach ihnen gesucht. Angeblich sollten sie dort noch brüten?? Aber in dem gesamten Naturschutzgebiet, Tipperne und Skjerndelta, war kein Kampfläufer zu sehen.

Trotz des idealen Lebensumfeldes auf den vernässten Elmeere-Flächen werden sie das Angebot nur für einen Zwischenstop zur Nahrungsaufnahme für den langen Weiterflug nutzen. Als Brutplatz nutzbare Flächen gibt es hier leider nicht mehr.

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Auf ihrem Rückflug fielen zuerst die Kampfläufermännchen wieder auf der Insel ein. Das Brutgeschäft hatten sie ihren Weibchen allein überlassen.

Danach kamen dann auch die Weibchen mit ihren flügge gewordenen Jungen. Die ersten Tage waren sie nur mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt.

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Den Schnabel ständig im Schlamm, machten sie es mir schwer ein paar gute Fotos zu machen. Zeitweise habe ich aufgehört zu fotografieren, um das Schauspiel mit beiden Augen und uneingeschränktem Gesichtsfeld zu erleben. Ein Traum!?

Rotschenkel und Kiebitze, die ihre Jungen führten, verjagten die Kampfläufer, die zogen sich zurück, um kurz darauf wieder vor meinem Fotoversteck aufzutauchen. Friedlicheres Miteinander konnte man bei den ebenfalls Junge führenden Uferschnepfen wahrnehmen.

War es wirklich nur eine Episode? Ein Zurück zu Brutplätzen auf der Insel Föhr wird es für die Kampfläufer kaum geben. Der Lebensraum ist zu eingeschränkt!

Trotzdem hoffe ich daß die Kampfläufer auch im nächsten Jahr hier auf den Elmeere-Flächen einen Zwischenstop einlegen.

Dann können sie genügend Kraftreserven für den weiten Flug in ihr Brutgebiet und zurück in ihr Winterquartier in Afrika anfressen. ( Und ich kann wieder davon träumen wie schön einst alles war…..)

Löffler auf Föhr

Freitag, Juni 3rd, 2011

In den letzten Jahren siedeln sich nach und nach immer mehr Löffler im Deutschen Wattenmeer an. Eine kleine Kolonie von derzeit 14 Horsten befindet sich an der Wattkante im Norden der Insel.

Anlässlich einer Beringungsaktion hatte ich die Möglichkeit, die Kolonie zu besuchen. Als erstes flogen die Altvögel auf.

Als wir näher kamen flogen, auch einige Jungvögel auf. Man hatte das Gefühl, dass sie gerade in diesem Moment feststellten, dass sie fliegen können.

Das sieht doch schon verdammt gekonnt aus!

Und da waren dann noch die Jüngsten in den Horsten. Auffällig war der Altersunterschied der Jungvögel innerhalb der einzelnen Horste. Aus ihnen werden in kurzer Zeit schön anzusehende Vögel.

Nachdem einige Jungvögel beringt wurden, zogen wir uns wieder zurück. Hoffentlich sehen wir einige beringte Vögel irgendwo wieder.

Februar 2010 – Feldlerche

Dienstag, März 2nd, 2010

Noch gerade rechtzeitig, in den letzten Februar-Tagen, trafen sie auf der Insel ein. Ich sah sie schon im HH-Koog und im SN-Koog in kleinen Gruppen zu 30 – 40 fliegen, obwohl bei uns noch eine geschlossene Schneedecke lag.

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Jeder Frühling ist ein neuer Anfang, scheinen die Lerchen zu denken. Es ist aber schwer für sie, überhaupt eine Brut durchzubringen. Die Bedingungen sind denkbar schlecht. Und trotzdem singen sie aus voller Kehle und steigen dabei hoch in die Lüfte.

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Wenn sie in diesem Jahr ihr Brutgeschäft rechtzeitig beginnen, schlüpfen die Jungen bevor das Vieh ausgetrieben wird. Das würde eine Chance sein.
Ich wünsche mir, dass es so ist, denn auf den Gesang möchte ich nicht verzichten.

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