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Kampfläufer auf Föhr

Sonntag, Juli 3rd, 2011

Schon am 19.April sah ich den ersten Kampfläufer auf den Elmeere Flächen.

Das blieb nicht der einzige, es kamen immer mehr, überwiegend Männchen. Alle sahen verschieden aus. Schwarze, braune, weisse Kragen, ein Augenschmaus.

Ich fühlte mich wie auf einer Zeitreise. Vor mehr als 50 Jahren balzten und brüteten die Kampfläufer noch auf unserer Insel. Jetzt sind sie nur noch Durchreisende auf ihrem Weg zu den Brutplätzen in Nordnorwegen. Dort gibt es noch die für sie geeigneten Lebensräume. Vergeblich habe ich in diesem Jahr im Gebiet des Ringköbing-Fjordes, Dänemark, nach ihnen gesucht. Angeblich sollten sie dort noch brüten?? Aber in dem gesamten Naturschutzgebiet, Tipperne und Skjerndelta, war kein Kampfläufer zu sehen.

Trotz des idealen Lebensumfeldes auf den vernässten Elmeere-Flächen werden sie das Angebot nur für einen Zwischenstop zur Nahrungsaufnahme für den langen Weiterflug nutzen. Als Brutplatz nutzbare Flächen gibt es hier leider nicht mehr.

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Auf ihrem Rückflug fielen zuerst die Kampfläufermännchen wieder auf der Insel ein. Das Brutgeschäft hatten sie ihren Weibchen allein überlassen.

Danach kamen dann auch die Weibchen mit ihren flügge gewordenen Jungen. Die ersten Tage waren sie nur mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt.

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Den Schnabel ständig im Schlamm, machten sie es mir schwer ein paar gute Fotos zu machen. Zeitweise habe ich aufgehört zu fotografieren, um das Schauspiel mit beiden Augen und uneingeschränktem Gesichtsfeld zu erleben. Ein Traum!?

Rotschenkel und Kiebitze, die ihre Jungen führten, verjagten die Kampfläufer, die zogen sich zurück, um kurz darauf wieder vor meinem Fotoversteck aufzutauchen. Friedlicheres Miteinander konnte man bei den ebenfalls Junge führenden Uferschnepfen wahrnehmen.

War es wirklich nur eine Episode? Ein Zurück zu Brutplätzen auf der Insel Föhr wird es für die Kampfläufer kaum geben. Der Lebensraum ist zu eingeschränkt!

Trotzdem hoffe ich daß die Kampfläufer auch im nächsten Jahr hier auf den Elmeere-Flächen einen Zwischenstop einlegen.

Dann können sie genügend Kraftreserven für den weiten Flug in ihr Brutgebiet und zurück in ihr Winterquartier in Afrika anfressen. ( Und ich kann wieder davon träumen wie schön einst alles war…..)

Mai- 2010- Blaukehlchen im BHK

Freitag, Mai 28th, 2010

Im Mai habe ich einige Male den Beltringharder Koog besucht. Ein Erlebnis für jeden Vogelfreund. Mein Schwerpunkt diesmal: nach Blaukehlchen Ausschau halten.

Das sagt sich leichter als es in Wirklichkeit ist. Oft schon habe ich stundenlang gesucht, gewartet, die Ohren gespitzt, nichts.

So war es heute eigentlich auch heute wieder, viel zu windig und nichts zu hören. Einpacken! Doch was war das? Tatsächlich, ein Blaukehlchen. Ein weißsterniges Männchen.

Schnell wieder Einbeinstativ, weil es schneller geht und so wurde es eine ganze Serie dieses schmucken Vogels.

Auch am Boden, wie hier nach Nahrung suchend, macht das BK eine gute Figur.


Fazit: Ein Besuch im Beltringharder Koog lohnt sich eigentlich (fast) immer!