Posts Tagged ‘Vögel auf Föhr’

Vogel-Kalender 2018

Sonntag, September 10th, 2017


Jetzt ist er fertig, der Kalender „Vögel auf Föhr 2018“
Im vergangenen Jahr haben viele von Euch leider keinen mehr bekommen.
Alle waren verkauft und eine Nachbestellung war nicht möglich.
Wer also einen (oder mehrere) möchte sollte rechtzeitig sein.
Der DIN A3 Kalender kostet auch in diesem Jahr wieder 20,-Euro

Fotoausstellung in Nieblum zum Jahresende 2016

Mittwoch, Dezember 21st, 2016

Vom 27.12.2016 bis zum 31.12.2016 zeige ich in Nieblum im Dörpshus Fotos von Vögeln, die auf der Insel Föhr fotografiert wurden.
Die Ausstellung ist täglich von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Uferschnepfe 123, ein bewegter Lebenslauf

Samstag, November 22nd, 2014

Seit 2008 bis 2011 wurden auf der Insel Föhr 110 Uferschnepfen beringt. Sie erhielten Farbringe und einen Metallring mit Nummer der Vogelwarte Helgoland.

Uferschnepfe 123 auf der Elmeere-Fläche 8

Uferschnepfe 123 auf der Elmeere-Fläche 8

In diesem Jahr habe ich 27 der beringten Vögel wieder bei uns auf der Insel abgelesen. Dann werden die Farbcodierungen in eine Liste eingetragen, und der gesichtete Vogel wird bei Life Limosa (NABU Bergenhusen) gemeldet. Danach bekomme ich dann einen „Lebenslauf“ des Vogels von seiner Beringung bis zu meiner Sichtung. Einen besonders interessanten Vogel möchte ich heute vorstellen.
Uferschnepfe 123 wurde am 29.4.2009 als Altvogel beringt und trägt die Ringnummer 5311061 der Vogelwarte Helgoland.

Auszug aus der Tabelle der Farbcodierungen

Auszug aus der Tabelle der Farbcodierungen

Die Farbcodierung der Uferschnepfe wird folgendermassen abgelesen: Vogel von hinten, linkes Bein von oben nach unten, dann rechtes Bein. Ufi 123 hat also folgende Codierung: RSR-SMB. (Rot Schwarz Rot – Schwarz Metall Blau).

Revier und Sichtungen des Vogels auf Föhr

Revier und Sichtungen des Vogels auf Föhr

Ufi 123 wurde insgesamt 37 mal gesichtet und gemeldet. Die Sichtungen geben z.B. Aufschluss über das Zugverhalten und die Brutstätte. Nur ein paar Stationen des weltgereisten Vogels möchte ich aufzählen. Seit der Beringung ist sie jedes Jahr wieder auf der Insel erschienen. Sie hat jedes Jahr hier gebrütet und zwar immer an der selben Stelle. In ihrem Fall war es die Oevenumer Marsch, genauer gesagt das renaturierte Elmeere Kerngebiet am Fardingsweg.

Die Karte verdeutlicht wie die Ruhezone sich durch die Sperrung des Weges vergrössert.

Die Karte verdeutlicht wie die Ruhezone sich durch die Sperrung des Weges vergrössert.

genauer Geo Standort des Nestes 2014

Das Kerngebiet besteht aus ca. 35 Hektar wiedervernässten Wiesen und Weideflächen. Die Fläche liegt beiderseits des Fardingweges. Dieser Weg wird im Sommer gesperrt wodurch gerade die bedrohten Wiesenvögel auf einer zusammenhängend grösseren Fläche mehr Schutz erfahren weil sie ungestörter brüten können.

Sichtungen der Uferschnepfe 123 im Ausland

Sichtungen der Uferschnepfe 123 im Ausland

Die Orte an denen sie den Winter verbringt sind aus der Karte zu ersehen. Die Auslandsablesungen werden fast ausschliesslich von Holländern durchgeführt. In Holland wurden einige Uferschnepfen besendert und dann durch ein ganzes Team auf dem Zugweg begleitet. Glück für uns daß sie auch die auf der Insel Föhr beringten Vögel ablesen und melden.

Das Winterquartier der Uferschnepfen an der Afrikanischen Küste und die Beobachter vor Ort.

Das Winterquartier der Uferschnepfen an der Afrikanischen Küste und die Beobachter vor Ort.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken bei: Ysbrand Galama, Job ten Horn, Stef Waasdorp, Jos Hooijmeijer, Rene Faber und natürlich Khady Gueye.

Khady-and-Gerrit, birdwatching in netherland

Khady-and-Gerrit, birdwatching in netherland

Die letzte Meldung von Ufi 123 stammt vom 18.10.2014 aus dem Senegal. Dort wurde sie von der Doktorandin Khady Gueye gemeldet.

Khady in Senegal

Khady in Senegal

Sie war in den Niederlanden und hat im Rahmen ihrer Masterarbeit dort recherchiert und von Gerrit Gerritsen viel über die Uferschnepfen erfahren.

Nun hoffe ich daß „meine“ Uferschnepfe 123 im März/April wieder wohlbehalten auf der Insel eintrifft. Auch sie gehört zu den bei uns bedrohten Arten die mit Revierverlust zu kämpfen haben. Um so wichtiger ist es etwas über die Lebensgewohnheiten der Vögel zu erfahren um ihnen einen Rest-Lebensraum auf der „Grünen Insel Föhr“ erhalten zu können.

Uferschnepfe 123 hoffentlich bald wieder auf Föhr.

Uferschnepfe 123 hoffentlich bald wieder auf Föhr.

Nachtrag zu obenstehendem Artikel (Nieblum, 30.3.2015)

Am 15.März hätte der Weg gesperrt werden sollen. Das Bild entstand 3Tage danach.

Am 15.März hätte der Weg gesperrt werden sollen. Das Bild entstand 3Tage danach.

Der Fardingsweg soll ab sofort nicht mehr geschlossen werden.
Das hat die Gemeinde Oevenum einstimmig beschlossen.
Ich habe bei der Bürgermeisterin Frau Riemann nachgefragt.
Erst per E-Mail wie man das heute so macht. Keine Antwort.
Dann per Brief wie man das immer schon machte. Keine Antwort.
Es ist schon sehr bedauerlich was da politisch in Sachen Naturschutz entschieden worden ist.
Der Weg führt mitten durch das Brutgebiet und wird von keinem Anlieger benötigt!
Ist man sich bewusst dass es sich bei den Uferschnepfen um eine bedrohte Art der roten Liste handelt?
Untersuchungen haben ergeben dass der drastische Rückgang der Uferschnepfen nicht im Winterquartier und auch nicht auf dem Zug der Vögel passiert. Der Grund dass die Art auch bei uns auf der Insel bald aussterben könnte liegt in den Brutgebieten.
Und genau da liegt ein Teil unserer Verantwortung auch auf der Insel Föhr.

Und die Geschichte geht noch weiter:
Heute, am 5.4.2015 traf die Uferschnepfe 123 auf der Elmeere-Fläche 8 ein. Diese sehr feuchte Fläche braucht sie um nach der Ankunft ausgiebig nach Futter zu suchen. Ein paar Flächen weiter ist ihr angestammter Brutplatz im Elmeere-Kerngebiet. Was soll ich sagen, der Weg ist immer noch nicht gesperrt. Was ist das doch bloß für eine Naturschutz-Politik auf der Insel und für wen wird das so entschieden. Pro Natur ist das leider nicht. Und dabei ist Naturschutz inzwischen allein eine Frage des Politischen Willens!

Am 5.4.2015 traf sie auf der Insel Föhr mit ihrem Partner ein.

Am 5.4.2015 traf sie auf der Insel Föhr mit ihrem Partner ein.

Chukarhuhn auf Föhr

Montag, April 28th, 2014

Schon wieder ein Exot auf der Insel gesichtet. Diesmal scheint es sich aber um einen Gefangenschaftsflüchtling zu handeln.
Den Ring konnte ich nicht identifizieren. Die Nummer des schwarzen Ringes mit weisser Schrift: AZ (vertikal geschrieben) und die Nummer 46282 dann vertikal 13 und 179 und wieder vertkal 9 . Wer vermisst also ein Steinhuhn? Gesehen wurde der Vogel bei den Erdbeerfeldern von Leonhard Nielsen in Borgsum.

DSC_7971

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Kampfläufer auf Föhr

Sonntag, Juli 3rd, 2011

Schon am 19.April sah ich den ersten Kampfläufer auf den Elmeere Flächen.

Das blieb nicht der einzige, es kamen immer mehr, überwiegend Männchen. Alle sahen verschieden aus. Schwarze, braune, weisse Kragen, ein Augenschmaus.

Ich fühlte mich wie auf einer Zeitreise. Vor mehr als 50 Jahren balzten und brüteten die Kampfläufer noch auf unserer Insel. Jetzt sind sie nur noch Durchreisende auf ihrem Weg zu den Brutplätzen in Nordnorwegen. Dort gibt es noch die für sie geeigneten Lebensräume. Vergeblich habe ich in diesem Jahr im Gebiet des Ringköbing-Fjordes, Dänemark, nach ihnen gesucht. Angeblich sollten sie dort noch brüten?? Aber in dem gesamten Naturschutzgebiet, Tipperne und Skjerndelta, war kein Kampfläufer zu sehen.

Trotz des idealen Lebensumfeldes auf den vernässten Elmeere-Flächen werden sie das Angebot nur für einen Zwischenstop zur Nahrungsaufnahme für den langen Weiterflug nutzen. Als Brutplatz nutzbare Flächen gibt es hier leider nicht mehr.

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Auf ihrem Rückflug fielen zuerst die Kampfläufermännchen wieder auf der Insel ein. Das Brutgeschäft hatten sie ihren Weibchen allein überlassen.

Danach kamen dann auch die Weibchen mit ihren flügge gewordenen Jungen. Die ersten Tage waren sie nur mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt.

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Den Schnabel ständig im Schlamm, machten sie es mir schwer ein paar gute Fotos zu machen. Zeitweise habe ich aufgehört zu fotografieren, um das Schauspiel mit beiden Augen und uneingeschränktem Gesichtsfeld zu erleben. Ein Traum!?

Rotschenkel und Kiebitze, die ihre Jungen führten, verjagten die Kampfläufer, die zogen sich zurück, um kurz darauf wieder vor meinem Fotoversteck aufzutauchen. Friedlicheres Miteinander konnte man bei den ebenfalls Junge führenden Uferschnepfen wahrnehmen.

War es wirklich nur eine Episode? Ein Zurück zu Brutplätzen auf der Insel Föhr wird es für die Kampfläufer kaum geben. Der Lebensraum ist zu eingeschränkt!

Trotzdem hoffe ich daß die Kampfläufer auch im nächsten Jahr hier auf den Elmeere-Flächen einen Zwischenstop einlegen.

Dann können sie genügend Kraftreserven für den weiten Flug in ihr Brutgebiet und zurück in ihr Winterquartier in Afrika anfressen. ( Und ich kann wieder davon träumen wie schön einst alles war…..)

Mai- 2010- Blaukehlchen im BHK

Freitag, Mai 28th, 2010

Im Mai habe ich einige Male den Beltringharder Koog besucht. Ein Erlebnis für jeden Vogelfreund. Mein Schwerpunkt diesmal: nach Blaukehlchen Ausschau halten.

Das sagt sich leichter als es in Wirklichkeit ist. Oft schon habe ich stundenlang gesucht, gewartet, die Ohren gespitzt, nichts.

So war es heute eigentlich auch heute wieder, viel zu windig und nichts zu hören. Einpacken! Doch was war das? Tatsächlich, ein Blaukehlchen. Ein weißsterniges Männchen.

Schnell wieder Einbeinstativ, weil es schneller geht und so wurde es eine ganze Serie dieses schmucken Vogels.

Auch am Boden, wie hier nach Nahrung suchend, macht das BK eine gute Figur.


Fazit: Ein Besuch im Beltringharder Koog lohnt sich eigentlich (fast) immer!

Fotoausstellung in Nieblum

Mittwoch, Dezember 9th, 2009

20080530-Wintermarkt Fotoausstellung 2009

Vom 26.12.2009 bis zum 31.12.2009 zeige ich in Nieblum im Dörpshus  Fotos von Vögeln, die auf der Insel Föhr fotografiert wurden. Die Ausstellung ist täglich von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.