Kennzeichen: Das Prachtkleid des Männchens ist grau mit brauner Brust, bräunlichem Rücken und schwarzen Ober- und Unterschwanzdecken. Der Kopf ist metallisch grün mit weißem Halsring darunter, der Schnabel grün-gelb. Am Hinterrand der Flügel befindet sich ein metallisch blaues, weiß gesäumtes Band, der „Spiegel“. Die Schwanzspitzen sind aufgerollt (Erpellocken). Das Männchen trägt im Zeitraum zwischen Juli und August sein Schlichtkleid und sieht dabei dem Weibchen zum Verwechseln ähnlich. Lediglich die Schnabelfärbung liefert den Hinweis auf das Geschlecht: der Schnabel des Männchens ist weiterhin deutlich gelb, wogegen der Schnabel des Weibchens dunkelgrau bis braun ist. Das Weibchen ist nicht so prächtig gefärbt und hat eine braun-grau gesprenkelte Tarnfärbung. Das einzig Auffällige ist der Flügelspiegel, der dem des Männchens entspricht. Bei Jungvögeln ist der Oberschnabel blass blaugrau, die Beine und Füße sind gelborange mit dunklen Schwimmhäuten.
Besonderheit: Eine Besonderheit bei den Stockenten und einigen anderen Entenvögeln ist, dass sie einen Penis besitzen.
Lebensraum: Die Stockente kommt fast überall dort vor, wo es Gewässer gibt. Sie brüten an verschilften Ufern an Still- und Fließgewässern. Das kann genauso gut auch Parkseen oder Dorfteichen sein wie an Sümpfen oder Bachläufen. Obwohl sie ein Süßwasservogel ist, besucht sie im Winter auch Salzmarschen oder schwimmt in Küstennähe.
Verbreitung: Die Stockente ist die am weitesten verbreitete und häufigste Gründelente Europas. In vielen Gebieten auch die häufigste Ente überhaupt und zugleich die Stammmutter aller Hausenten. Ihr Brutgebiet umfasst mit Ausnahme vieler Teile der Arktis und ausgesprochener Wüsten- und Trockengebiete so gut wie die gesamte Nordhalbkugel. Auf Hawaii, in Australien und Neuseeland sowie an manchen anderen Orten wurde sie eingebürgert.
Zug: Viele Vögel sind Standvögel, doch finden vor allem unter den ost- und nordeuropäischen Populationen auch weitere Wanderungen statt, sodass die Zahlen der rastenden und überwinternden Individuen in wintermilden Gebieten und an eisfreien Gewässern im Herbst und Winter ansteigen.
Nahrung: Die Stockente ist fast ein Allesfresser und lebt von hauptsächlich von Kleintieren im Wasser, aber auch von Sämereien und grünen Pflanzenteilen. Vielerorts unternehmen sie vor allem im Herbst und Winter besonders in der Abenddämmerung regelrechte Nahrungsflüge auf Äcker und Wiesen.
Verhalten: Außerhalb der Brutzeit leben die Stockenten gesellig. Gegenüber Menschen verhalten sie sich recht sorglos.
Stimme: Die Stockente ist eine sehr ruffreudige Ente. Männchen und Weibchen haben dabei unterschiedliche Rufe. Für die Erpel ist ein gedämpftes „räb“ charakteristisch, dass sie gelegentlich auch gereiht als „rääb-räb-räb-räb“ mit abfallender Tonhöhe und Lautstärke hören lässt. Bei den Weibchen gibt es ähnliche Rufreihen, die jedoch eher nach „wak wak wak“ oder auch „wäk wäk wäk“ klingen. 
Balz: Im Winter lassen sich die auffälligen Verhaltensweisen der Sozialbalz ("Gesellschaftsspiele") beobachten. Mehrere Männchen sammeln sich um ein oder nur wenige Weibchen auf dem Wasser. Meist deutet sich die Erregung der Erpel durch einleitendes Schütteln an. Einzelne reißen dann den Körper aus dem Wasser mit einem charakteristischen Schlenker des Halses. Dabei ist ein kurzer heller Pfiff ("Grunzpfiff") zu hören, der wie „gerijib“ oder „fihb“ klingt. Kurze Pfiffe hört man auch beim sogenannten Kurz-Hoch-Werden. Der Kopf wird mit lautem Pfiff hoch- und zurückgerissen. Mitunter schwimmt ein Männchen auch flach auf dem Wasser ausgestreckt um das Weibchen. Die Weibchen "hetzen" mit kurzen Kopfbewegungen "über die Schulter" ihren Erpel auf fremde. Im Frühjahr werden einzelne Weibchen von mehreren Männchen in der Luft gejagt ("Reihflüge").
Brut: Die Paare finden sich meist schon im Herbst. Die Nester stehen gut versteckt auf dem Boden, mitunter auch weiter vom Wasser entfernt. Neststandorte können auch Baumhöhlen, Kopfweiden, gebrauchte Großvogelnester oder ein Hausdach sein. Das Weibchen baut ein einfaches Nest, das oft nur aus einer Mulde besteht, die mit Dunen aus ihrem Brustgefieder ausgekleidet wird. Die Weibchen kümmern sich um das Gelege und die Jungen. Die Jungen verlassen nach sechs bis zwölf Stunden das Nest und können von Anfang an schwimmen. Die Männchen verlassen das Weibchen in der Regel Anfang Juni und schließen sich zu Mausertrupps zusammen.